Europapolitische Leitbilder in der erweiterten Europäischen Union
Fragmentierung, Kontinuität oder Neuformierung"
Vorgehensweise
Die Untersuchung von Leitbildern legt es nahe, eine stark an inhalts- und diskursanalytischen Methoden ausgerichtete Vorgehensweise zu wählen. Zusätzlich zogen die Wissenschaftler aber auch Formen der quantitativen Analyse in Form von Auswertungen des Eurobarometer heran, um spezifische europapolitische Sichtweisen der Bevölkerung und der Eliten ableiten zu können. Schließlich konnten sie aus Expertengesprächen und Interviews in den betreffenden sieben Untersuchungsländern zentrale Erkenntnisse gewinnen. Daneben bedurfte es eines komparativen Vorgehens, um die nationalen Leitbilder abzugleichen und im Hinblick auf Divergenzen und Konvergenzen auszuwerten.
Der Kernuntersuchungszeitraum geht von der Vertragsreform von Nizza (2000) aus und konzentriert sich dann auf folgende europäische Wegmarken:
- Post-Nizza-Vertrags-Debatte ab 2002
- Europäischer Konvent zur Zukunft Europas 2002/2003
- anschließende Regierungskonferenz 2003/2004
- Europawahlen 2004
- Phase der Ratifizierung des Verfassungsvertrags 2004-2005
- Von den Staats- und Regierungschefs angekündigte "Reflektionsphase" 2005-2007
- Anschließende Regierungskonferenz 2007
Die Analyse der europapolitischen Leitbilder schließt drei Kategorien ein:
- einzelne Leitbegriffe
- konzeptionelle Modelle, welche die konstitutionelle und institutionelle Zukunft der EU beschreiben
- Vorstellungen zur Weiterentwicklung einzelner Politikfelder der EU
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