Capacity Development
Oberziel der aktuellen Programme des Bereichs Capacity Development ist die nachhaltige Stärkung der öffentlichen Verwaltungen in den Ländern Südosteuropas im Prozess der Heranführung an die EU. Derzeit führt das IEP in potentiellen EU Kandidatenländern Qualifizierungsprogramme und Veranstaltungsreihen durch, die insbesondere auf die Stärkung der Kapazitäten der Zielländer bezüglich der Rechtsangleichung sowie zur Absorption und zum Management von EU-Vorbeitrittshilfen abzielen.
Das IEP arbeitet dabei eng mit mehreren Auftraggebern zusammen. Derzeit werden vor allem für InWEnt bzw. das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, unterschiedliche Qualifizierungs- und Trainingsangebote entwickelt und durchgeführt. Weiter Kooperationspartner sind das Auswärtige Amt sowie die GTZ.
Alle Programme verbinden interaktive Lernmethoden mit fachspezifischem Wissens- und Erfahrungsaustausch, um insbesondere zum Know-how Transfer und letztlich zur Annäherung der Zielländer an die EU beizutragen.
Zum Programmangebot des IEPs gehören:
- EU-Trainerprogramme
- Trainerprogramme zum Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess
- EU-Verhandlungstraining
- Studien- und Praxisaufenthalte, Studienreisen zu den EU-Institutionen
- Spezialprogramme für Young Leaders, Senior Officials, NGOs, Civil Society
- Spezialisierungsworkshops z.B. zu Strukturfonds-Management, Anti-Korruptionstraining, Good Governance
- Zielgruppenspezifisch Lehr- und Lernmaterialien zu EU relevanten Themen (für Multiplikatoren)
Aktuelle Programme
Im Auftrag deutscher und europäischer Partner führt das Institut für Europäische Politik (IEP) seit Jahren umfangreiche Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen im Rahmen des EU-Erweiterungsprozesses und der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) durch.
Derzeit stehen insbesondere die öffentlichen Verwaltungen der Länder Südosteuropas im Fokus unserer Arbeit: Aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) implementiert das IEP in 2010 im Auftrag von InWEnt " Internationale Weiterbildung und Entwicklung Trainingsmaßnahmen zur EU-Heranführungen der öffentlichen Verwaltungen in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Serbien.
Das diesjährige Programm besteht aus zwei Komponenten:
I. Vermittlung fachspezifischer Expertise in SAA Implementierungs-Workshops
Im Rahmen von Expertenseminaren unterstützt das IEP (potentielle) Kandidatenländer Südosteuropas bei der Implementierung der Verpflichtungen aus den Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA). Im Jahr 2010 stehen hier die Themen Korruptionsprävention in der öffentlichen Verwaltung (Montenegro) und Rechtsangleichung im Bereich Kapitalverkehrsfreiheit (Kapitel 4 des acquis communautaire) im Mittelpunkt.
II. Multiplikatorenbildung durch Training of Trainers Programme (ToT)
Im Rahmen der ToT-Komponente fördert das IEP den Aufbau von Trainings- und Fortbildungskapazitäten in der öffentlichen Verwaltung durch Dozentenqualifizierungsprogramme für Regierungsbeamte der (potentiellen) Kandidatenländer.
In 2010 werden Regierungsbeamte zu Trainern für die Bereiche "Legal Harmonisation" (Bosnien-Herzegowina) und den IPA Komponenten III "Regional Development" und IV "Human Resources Development" (Albanien) ausgebildet. Ferner werden bereits qualifizierte Trainer in ihrer alltäglichen Arbeit im Rahmen von individuellen Coachings durch unsere Experten unterstützt.
Übergeordnetes Ziel dieser Maßnahmen ist die Stärkung der Verwaltungskapazitäten in der Region. Dies dient der Unterstützung der Beitrittsprozesse insbesondere mit Blick auf die Heranführung an den acquis communautaire. Weiterhin soll das Management und die Absorptionsfähigkeiten der Heranführungshilfen im Rahmen des Instrument for Pre-Accession Assistance (IPA) verbessert werden. Hierfür greift das IEP nicht nur auf Experten aus den Verwaltungen der EU-Mitgliedsstaaten zurück, sondern fördert zudem den regionalen Wissenstransfer durch die Einbindung südosteuropäischer Expertise. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und regionale Integration wird zudem durch regional ausgerichtete Trainingsmaßnahmen gefördert.
Für weitere Informationen zu unseren Programmen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Abteilung "Capacity Building" des IEP gerne zur Verfügung.












